Sport-Taping und Flex-Taping

Sport-Taping bezeichnet eine funktionelle Verbandstechnik zur Prophylaxe, Therapie oder Rehabilitation von Verletzungen am Bewegungsapparat.

Der Tapeverband soll selektiv die geschädigte oder gefährdete Struktur (z.B. Band, Muskel, Sehne) einer Bewegungseinheit (z.B. Gelenk) durch Verhinderung oder Bahnung von Bewegungen, die zu einer Überlastung führen, entlasten, ohne weitere Funktionen einzuschränken. Die Beweglichkeit der Bewegungseinheit bleibt im schmerzfreien Bereich so weit als möglich erhalten. Das im Allgemeinen verwendete Tapematerial besteht aus unelastischen 20 bis 50 mm breiten, oder längs- beziehungsweise querelastischen 40 bis 200 mm breiten, klebenden Binden (Tapes).

Als präventives Taping bezeichnet man das Anlegen eines Tapeverbandes vor Trainings- oder Wettkampfbeginn, beispielsweise beim Fussball oder Handball, um Überbelastungen oder Schädigungen vorzubeugen. Im Falle des präventiven Tapings liegen keine Verletzung oder Schädigung vor; es handelt sich um eine reine Schutzmaßnahme. Der prophylaktische Tapeverband soll bei degenerativen Veränderungen die Verletzungsgefahr reduzieren. Der zu therapeutischen Zwecken angelegte Tapeverband soll die Heilung beschleunigen, um die volle Funktion möglichst schnell wiederherzustellen. Der rehabilitative Tapeverband soll insbesondere eine Retraumatisierung vermeiden. Eine exakte Diagnose durch einen Arzt sollte, mit Ausnahme des präventiven Tapings, Grundvoraussetzung für das Anlegen jedes Tapeverbandes sein.

Flex-Taping wird mit farbigem Kinesio-Tape angelegt. Es ist eine weiterentwickelte Form von Kinesio-Taping, das in den 70er Jahren von dem japanischen Arzt Dr. Kenso Kase erstmals vorgestellt wurde. Er arbeitete mit einem elastischen Band, das der menschlichen Haut nachempfunden wurde.

Durch das Anlegen des Tapes kommt es zu einer Wellenbildung der Haut. Diese ist entsprechend der Anlage mehr oder weniger stark ausgeprägt. Unter dieser Wellenbildung kommt es zu einer verstärkten Durchblutung und einem besseren Abtransport der Lymphe. Der PH-Wert des Gewebes steigt, was zu einer Anhebung der Zellspannung und somit zu einem verstärkten Stoffwechsel führt. Die dadurch verbesserte Gewebestruktur unterstützt Heilungsprozesse. Auch wird die Muskelfunktion bzw. der Muskeltonus ausgeglichen.

Es dient u.a. zur Aktivierung von Muskulatur, Reduzierung von Muskelschmerzen, etc.

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